Kernzone100

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AIT (Austrian Institute of Technology) Workshop

INFORMATIONS- & KOMMUNIKATIONS TECHNOLOGIE für MENSCHEN IM ALTER

AAL - Ambient Assistent Living. A benefit for all.

Im Zuge der Forschungen des Austrian Institute of Technology Seibersdorf bringt Kernzone 100 Theaterarbeit als zielgruppenorientierte, Diskurs fokussierte und erlebbar gemachte Wirklichkeit ein. Theater ist hier einmal mehr Impulsgeber und Draht zum User der bestehenden und zukünftigen Produkte gleichsam.

Die Entwicklungen der Zusammenarbeit zeichnen sich über ein erstes Workshopkonzept im Frühjahr 2010 und im Zuge der Planung einer weiteren Forschungsmassnahme (benefit) ab, in dem nicht nur die Theaterarbeit interaktiv gestaltet, sondern die Zusammenarbeit in Form einer Partnerschaft gefestigt werden soll.

Das Workshopkonzept seitens AIT und Kernzone 100 für den Workshop am 19.03. bestand darin, dass Szenen entwickelt wurden, die direkte Diskussions- und Reflexionsimpulse auslösten.

Themen des Tages waren:

Wie kann eine Heranführung älterer Menschen an interaktive Informationstechnologien funktionieren?

Welche Rolle spielen Generationen hierbei?

Welche sozialen Probleme eröffnen sich im Zuge dessen?

Wie können wir Schwellen- und Berührungsängste älterer Menschen im Hinblick auf die Benützung von Computern und interaktiven Medien reduzieren?

Wie gehen wir um mit der Datensicherung?

Termin: 19.03.2010, 15.00 - 17.00 Uhr, Haus Wieden, Ziegelofengasse 6a, 1040 Wien

Informationen zum Forschungsprojekt:

Projektverantwortung:

DI Manfred Bammer, MAS (ARC Seibersdorf research GmbH) Projektleitung: Mag. David Hofer (LifeTool)

Projektassistenz: Stefan Marchewa (Evangelisches Diakoniewerk Gallneukirchen)

Executive Summary

Ziel der IKT-Studie war es, einerseits durch Recherche und Analyse von bestehendem Datenmaterial und andererseits durch eigene Befragungen mit Unterstützung durch einen externen Partner festzustellen, wo die Barrieren im täglichen Leben der älteren Menschen in der Nutzung von IKT und dem Umgang mit IKT liegen. Auf Grund dieser Ergebnisse sollen zukunftsträchtige und marktrelevante F&E-Felder für ARC identifiziert werden. Daraus resultierende IKT-Produkte und IKT-Dienstleistungen müssen sich an den tatsächlichen Bedürfnissen von Menschen im Alter orientieren und zur Steigerung der Lebensqualität beitragen.

Gemeinsam mit dem Linzer market Institut wurden drei Focusgruppen mit je 9 bzw. 10 Diskussionsteilnehmern abgehalten und 21 Tiefeninterview`s mit Experten (Ärzten, Pflegern, Heimleitern, etc.) durchgeführt. Mit 681 face-to-face Interview`s in der Altersklasse 50 bis 75 Jahre, wurden an Hand von tatsächlichen Endusern weitere Detaildaten bezüglich Useability, Akzeptanz und Vorschläge für neue Produkte erhoben.

Die eigenen Recherchen und die Befragungen durch das market Institut führten zu folgenden zentralen Ergebnissen. Der zentrale Parameter für das Wohlbefinden älterer Mitbürgerinnen und Mitbürger ist die Gesundheit. Darüber hinaus wünscht man sich Unabhängigkeit und sorgt sich, jemanden zur Last zu fallen. In Bezug auf die Technik als Hilfsmittel gibt es von einer deutlichen Mehrheit Vorbehalte, weil: schwer zu erlernen, Komplexität in der Benutzung und mangelnde Information führen zu einer Überforderung.

Aus Sicht der Senioren und Experten konnten folgende Bereiche als Forschungsfelder der Zukunft identifiziert werden:

? Geräte und Hilfsmittel die in Notsituationen helfen, sodass das Leben möglichst lange in der gewohnten Umgebung verläuft.

? Produkte die der Vorbeugung dienen um sowohl die geistige als auch die körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten.

? Produkte, die die Gesundheit in den eigenen vier Wänden wieder herstellen (Tele Care, Tele HomeCare)

IKT-Studie für Menschen im Alter 3Um nun den Einsatz technischer Geräte selbstverständlicher zu machen, gilt es, die Hemmschwellen abzubauen. Einfachere, prägnantere Beschreibungen und weniger komplexe, leichter bedienbare Geräte heißt dabei die Zauberformel, um so das Interesse zu wecken und auch die Angst zu minimieren, etwas zu ruinieren bzw. sich zu blamieren.

Will man Menschen im Alter zum Einsatz technischer Errungenschaften bewegen, so ist das Einstiegsalter nicht mit 70 Jahre zu definieren, die Information muss (soweit dies produkttechnisch möglich ist) bereits in einem deutlich früheren Lebensabschnitt beginnen, im Idealfall durchaus bei etwa 50-Jährigen.

Damit können zwei Effekte erzielt werden: Einerseits kann über diese Gruppe auch die Gruppe der Senioren über 70 Jahren erreicht werden (die Eltern der 50-Jährigen!), andererseits wird damit der Markt der Zukunft aufbereitet: Wenn man den Einsatz technischer Hilfsmittel mit 50 bis 60 Jahren lernt, ist ein Einsatz dieser Technik auch im höheren Alter deutlich wahrscheinlicher.