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Unternehmen Junge Geister ’schön schlafen’

SCHÖN SCHLAFEN

schön schlafen

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Das Theaterprojekt der Jungen Geister

Wer bin ich? Wer bin ich über Klischees und Fremdzuschreibungen hinaus? Ich bin mein Körper, mein Körper, der nie so ist, wie ich ihn haben will, ein Gefängnis. schön schlafen ist ein mosaikhafter Ausbruchversuch aus den Grenzen unseres Alltags und ein traumhafter Kurztrip entlang der Möglichkeiten, die in uns stecken, wenn wir uns trauen, sie zu leben.

Premiere 03.11.2011, w@lz, Wiener Lernzentrum


FOTOS der Proben und AUFFÜHRUNGEN


JUNGE GEISTER Proben Juni 2011

Die Jungen Geister haben es sich zur Aufgabe gemacht, ihr künstlerisches, organisatorisches und unternehmerisches Talent zur Verfügung zu stellen, um Theaterarbeit auf hohem Niveau zu leisten.

Sie wollen

Spielen, als ob es um die Welt ginge.

Rechnen, was diese Welt kostet.

Unternehmen, was geht, um diese Kosten zu decken.

Weitergeben, was sie können, ohne zu rechnen.

Planen, sprechen, aufführen, streiten.

Im Juni letzten Jahres ernteten SchülerInnen des Jahrgangs Kappa der w@lz (Wiener Lernzentrum) mit der Inszenierung von „Der Kick“ den Preis der Jury im ersten Schüler Theater Wettbewerb am Burgtheater Wien. Dies gab den Impuls zur Gründung einer eigenständigen Theatergruppe an der w@lz.

Die Jungen Geister sind aktiv: Sie holen sich Rat, Unterstützung, Kompetenz und Fachliches Knowhow, um ihr Anliegen und ihr Thema zu bearbeiten. In Folge wollen sie ihre neu erworbenen  Kompetenzen weiter vermitteln: In Kontexten von Jugendlichen, denen Zugang zu dieser Bildungsform meist verwehrt bleibt. Auf diese Weise soll Kulturvermittlung auf Augenhöhe geschehen.

Sie brechen Regeln.     Regeln Proben.      Proben das Chaos unter unserer Haut.

Sie trainieren 2 Mal die Woche je 4-5 Stunden mit Frauke Steiner.

Junge Geister

Begleitet werden sie von Claudia Tondl, die mit Ihnen und Frauke Steiner gemeinsam ein Stück entwickelt zum Thema “Körper, Leib, Schönheit, Ganzheit” und von Seraphine Rastl, die sie in Körperarbeit trainiert.

Junge Geister

Junge Geister

Das Projekt Schön Schlafen

Aufnahmen aus den Proben Januar 2011  CLICK TO THE PICTURE !

Im Zuge der Arbeit findet eine Auseinandersetzung mit den Begriffen Körper, Leib, Schönheitsvorstellungen und Schönheitspraktiken statt. Auf biografischer Ebene arbeiten die jungen Geister an ihren persönlichen Vorstellungen und Handlungen. Sie stellen ihre eigenen und die Geschichten ihrer MitspielerInnen dar, sprachlich, körperlich, tänzerisch. Auf diese Weise entstehen Figuren, die nach und nach in Bildfolgen eingebaut werden.

Aufnahme aus den Proben im Mai.

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JUNGE GEISTER Proben Mai

JUNGE GEISTER Proben Mai

Die Jungen Geister sind der Meinung, dass die Auseinandersetzung mit ihrem Leib einen für sie unerlässlichen Diskurs darstellt, wenn sie sich nicht unreflektiert den Gesetzen und Normen einer manipulierenden Medienlandschaft aussetzen wollen. Sie wollen ihre persönlichen Erfahrungen mit ihren Körpern bei dieser Arbeit einbringen und suchen nach einem Ausdruck für ihr Inneres über den Körper, der ihnen Authentizität, Glaubwürdigkeit und Identität verleiht.

Die Gleichzeitigkeit von Gestaltung und persönlicher Erfahrung manifestiert sich hier im theatralen Prozess durch die Übergänge zwischen Körper-Haben und Körper-Sein, zwischen Sinn und Sinnlichkeit, zwischen Realität und Fiktion.

Die DarstellerInnen werden hierbei vornehmlich als SelbstdarstellerInnen verstanden, die sich im Raum einer permanenten Selbstdeutungs- und Findungsprozedur bewegen, die die Identität, die Authentizität und die Autonomie gegenüber sich selbst und den anderen in Szene setzen muss.

Nach der Entwicklung der ersten Performance streben die Jungen Geister eine direkte Zusammenarbeit mit professionellen KünstlerInnen an. Die Thematik soll in einem Folgeprojekt nachhaltig intensiviert und auf verschiedene Kunstdisziplinen in Kooperation mit professionellen KünstlerInnen erweitert werden (Musik, Performance, Docu-Fiction). Diese Zusammenarbeit soll von einem wissenschaftlichen Diskurs über Körperhandeln und Schönheitspraktiken begleitet werden, wie Kernzone 100 ihn im Forschungsvorhaben Second Beauty pflegt. Gefragt wird, ob und wie Normen nach der Generierung von entsprechenden Praktiken zur Normerfüllung auf individuelle Körper zugreifen und wie implizites Wissen mobilisiert wird, um den eigenen Körper gemäß dem angestrebten Status und der erwünschten Geschlechterrolle zu gestalten.

Hier die Probeaufnahmen vom März 2011. CLICK TO THE PICTURE !